In den Tagen der Angepasstheit, wo das Essen nicht mehr blutet, die Habenichtse hingegen schon, drehen die Autoren der Edition Groschengrab den Mist des Lebens zu Perlen. Worte suchen ihren Weg ins Freie. Die Edition Groschengrab hat es sich zur Aufgabe gemacht sie einzufangen. Die Buchdeckel müssen einladend sein, denn die Texte sind widerspenstig und eigenwillig: Sie gehen nicht mit Jedem. Das Anliegen ist, ihnen einen bequemen Platz einzurichten, wo sie sich gerne lesen lassen.
Zu viel der Kunst
„Eine Tageszeitung namens Fake News herausgeben, gedruckt mit der finstersten Druckerschwärze von anno Dazumal auf säuregebleichtem Umwelttodesschockpapier. Drin steht die brutale Wahrheit ohne Schnörkel und Flauschpölsterchen. Die Leute bekommen bei der Lektüre schwarze Finger und Hustenanfälle, die Abonnenten sogar Krebs oder Pseudokrupp. In den Redaktionsräumen mit Drogen vollgepumpte Journalisten, die Ketten rauchen und Schnaps trinken, damit sie die Realität unbeschadet betrachten können, von der sie anschließend in Leitartikeln und Glossen erzählen. Apropos Glosse, da fällt mir ein, wussten Sie, dass Lip Gloss das englische Wort für Mundpropaganda ist? Nein? Das dachte ich mir. Da fällt mir ein es heißt Mundpropaganda,…
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