In den Tagen der Angepasstheit, wo das Essen nicht mehr blutet, die Habenichtse hingegen schon, drehen die Autoren der Edition Groschengrab den Mist des Lebens zu Perlen. Worte suchen ihren Weg ins Freie. Die Edition Groschengrab hat es sich zur Aufgabe gemacht sie einzufangen. Die Buchdeckel müssen einladend sein, denn die Texte sind widerspenstig und eigenwillig: Sie gehen nicht mit Jedem. Das Anliegen ist, ihnen einen bequemen Platz einzurichten, wo sie sich gerne lesen lassen.
Synthetisches Karma
Ich kenne Ossi Petrossi seit dem Kindergarten. Er war schon damals ohne Furcht und während wir anderen Kinder – in steter Angst vor Frau Apfelbeck – versuchten, den lieben langen Tag möglichst unauffällig Bauklötze zu stapeln oder Schleifen zu üben, lachte er ihr frech ins Gesicht und drehte ihrem erhobenen Zeigefinger eine lange Nase. Auch später in der Schule spottete er über Strafen und Sanktionen oder tat sie achselzuckend ab. Seine Eltern hielten es vermutlich ebenso, wobei ich gar nicht sicher bin, ob er überhaupt Eltern hatte. Womöglich war er eine düstere Ausgabe von Pippi Langstrumpf und sein Vater Sklavenhändler…
Read More