Der kleine Mann kratzt sich mit dem dicken Zeigefinger an der Nase und wackelt langsam mit dem Kopf. Dann lacht er und klatscht vergnügt zweimal in die Hände.
„Vielleicht morgen, vielleicht nie. Wer kann das schon wissen?“
Er kichert und schnippt mit dem dicken Zeigefinger gegen den Verband. Dann hält er sein Stethoskop dagegen und lauscht mit gerunzelter Stirn.
„Nichts zu hören“, sagt er nach einer Weile und schnippt erneut, diesmal etwas fester.
Luna Pelzfuß stöhnt vor Schmerz.
„Na also!“, ruft der Professor erfreut und steckt das Stethoskop in die Tasche seines weißen Kittels.
„Das hat weh getan!“, beschwert sich Luna Pelzfuß.
Der Professor schürzt die Lippen. „Sie sind eine von der Sorte, die stets das Offensichtliche aussprechen müssen. Das ist ungesund. Schlimmer als Rauchen. Rauchen Sie lieber! Ein halbes Päckchen am Tag schadet nicht.“
Ein Blutfleck breitet sich schüchtern an der Stelle aus, gegen die der Professor geschnippt hat. Luna Pelzfuß kämpft mit den Tränen. Der Professor nimmt das Stethoskop wieder aus der Tasche und fährt ihr damit zärtlich über das Haar.
„Nana! Solange Sie Blut und Tränen haben, sind Sie am Leben. Das ist schön“, sagt er und verlässt auf quietschenden Sohlen das Krankenzimmer.